Digitale Agenda - Österreich

    Wichtige Umsetzungsbereiche

    • Breitbandausbau: Breitbandstrategie 2020

    Mit der Breitbandstrategie 2020 des BMVIT soll der Umstieg auf Breitband-Hochleistungsnetze gelingen. Die für einen flächendeckenden Ausbau von "Fiber to the home" (FTTH) notwendigen finanziellen Aufwendungen würden – nach Berechnungen der Europäischen Investmentbank (EIB) – in Österreich etwa fünf Milliarden Euro betragen. Da ein erheblicher Kostenteil auf Baumaßnahmen entfällt (z.B. Ausheben von Erdreich, Verlegen der Rohre, Ausführen der Hausanschlüsse), können durch sinnvolle Abstimmung von Bauarbeiten die Kosten um mehr als 50% reduziert werden. Mit der Einrichtung des Breitbandbüros im BMVIT, das mit Jahresbeginn 2013 seinen Betrieb aufgenommen hat, soll die Versorgung mit hohen Bandbreiten forciert und die Kosten minimiert werden. Bis 2020 sollen flächendeckend Übertragungsraten von mindestens 100 MBit/s verfügbar sein. Mit dieser Zielsetzung geht Österreich weit über jene der Digitalen Agenda hinaus (bis 2020: 50% der Bevölkerung mit 100 Mbit/s).
    Weitere Informationen zum Breitbandausbau finden Sie auf der Website des BMVIT

    • Bildungsbereich: eFit21 – digitale Agenda für Bildung, Kunst und Kultur

    efit21 setzt gezielt Schwerpunkte in der Einbeziehung und Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien in den österreichischen Bildungs-, Kunst- und Kultureinrichtungen, stellt die Grundlage für eine ziel- und wirkungsorientierte IKT-Umsetzungsstrategie dar. efit21 verfolgt sechs strategische Wirkungsziele wovon vier in den Bereich der digitalen Kompetenzen und digital literacy wirken:
    - durch den Einsatz von IKT die Qualität des Lehren und Lernens zu steigern
    - digitale Kompetenzen an Schüler und Lehrkräfte zu vermitteln
    - durch moderne IKT-Ausbildungen und Skills den Arbeitsmarkterfolg zu fördern
    - Barrieren abzubauen, durch IKT die Teilhabe zu steigern und dadurch die Gesellschaft integrieren

    Die Potentiale von IKT als Treiber für eine Qualitätsentwicklung sollen genutzt werden, IKT wird in bildungspolitische Reformprojekte integriert wie z.B.
    - kompetenzorientiertes Lehren und Lernen durch den Einsatz von IKT
    - e-Learning ist ein Schwerpunkt in den Neuen Mittelschulen
    - Individualisierung des Unterrichts durch e-Learning
    - Vermittlung von digitalen Kompetenzen an die künftigen Lehrkräfte im Rahmen der neugestalteten Ausbildung für Pädagogen.
    Umfassende Informationen dazu finden Sie auf der e-Fit21-Website des BM für Bildung

    Grundsätzlich gilt es für die Zukunft die digitale Kompetenz durch bessere Ausbildungen und auch attraktivere und nutzbare Dienste zu fördern sowie Wege zu finden, die die Hindernisse beim Zugang zum Internet beseitigen helfen. Darüber hinaus werden – vor allem im Hinblick auf die nationale Umsetzung der Großen Koalition für digitale Jobs (vgl. dazu Info (PDF 165 kB)) – die zuständigen Ressorts eine Strategie ausarbeiten, wie die weiterführende Ausbildung zur Erhöhung des Anteils an IKT-Spezialisten bzw. Technikern attraktiver gestaltet und wie insbesondere Mädchen bzw. Frauen der Zugang erleichtert werden kann.

    • Digitale Inklusion

    Ein weiterer Punkt, der von Österreich besonders forciert wird, sind Maßnahmen zur Verringerung der Zahl der Offliner (2013 nutzten rund 16% der 16-74-jährigen nicht das Internet). Neben der Bereitstellung der technischen Infrastruktur, der Aneignung des Know-hows und des Handlings der IKT sowie des Erwerbs von Medienkompetenz bedarf es diesbezüglich spezieller zielgruppenorientierter Maßnahmen, insbesondere für ältere Menschen, für Menschen mit Behinderungen, für Frauen, für niedrig qualifizierte und bildungsfernere Schichten und für benachteiligte Jugendliche. Seit vielen Jahren bieten diverse Initiativen spezielle Kursangebote für Seniorinnen und Senioren (zB. Seniorkom.at, A1-Internet für Alle) an. Im Sinne von Effizienz und Effektivität ist die Zusammenarbeit und Abstimmung mit diesen Projekten wichtig.

    Weitere Informationen unter Informationsgesellschaft für alle



    Der Fortschrittsanzeiger 2016
    Der Index erfasst Daten zu den Bereichen Konnektivität, Humanressourcen, Internetnutzung, Integration der Digitaltechnik und digitale öffentliche Dienste. Für 2016 lässt sich festhalten, dass Österreich zur Gruppe jener Länder gehört, bei denen die Werte über dem EU-Durchschnitt liegen und deren Werte sich rascher verbessert haben als in der EU insgesamt (im Verhältnis zu 2015). Weitere Länder in der Spitzengruppe sind Deutschland, Estland, Malta, die Niederlande und Portugal. Ganz allgemein zeigt sich, dass die führenden Staaten der EU (= Schweden, Dänemark und Finnland) auch die weltweit führend sind, knapp dahinter folgen Korea, Island und USA.

    Weitere Daten und Analysen zu Österreich (mit Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Ländern) finden sich auf der EK-Website zum Digital Scoreboard - Austria



    LOGO Going Local

    Um sich über den Stand der Umsetzung der Digitalen Agenda in den Mitgliedstaaten einen Überblick zu verschaffen, führt die Europäische Kommission sogenannte GOING LOCAL Besuche durch.

    Am 26. Juni 2015 fand GOING LOCAL 2015 im Haus der Europäischen Union statt. Schwerpunkt war die DSM-Mitteilung der Europäischen Kommission.
    OnDemand-Fassung der 2015er-Veranstaltung: http://ec.streaming.at/20150626

    OnDemand-Fassung der 2013-er Veranstaltung: http://ec.streaming.at/ondemand/20130919