Referenten und Artikelsammlungen

  1. Langzeitarchivierung von digitalem Kulturgut und Digitale Bibliotheken: Entwicklungen auf europäischer Ebene
  2. Digitale Verwaltungsinformationen: nationale Aktivitäten
  3. Digital Archiving: Visions for the Future - Tempered by past experience
  4. Archivierungssysteme und Vertrauenswürdigkeit
  5. Preserving born-digital public records at The National Archives (UK)
  6. Das deutsche Projekt kopal - Kooperativer Aufbau eines Langzeitarchivs digitaler Informationen
  7. Die digitale Zukunft im Österreichischen Staatsarchiv
  8. Langzeitarchivierung elektronischer Dokumente – eine neue Herausforderung für Nationalbibliotheken
  9. Open Archival Information System (OAIS) - Vorstellung des Referenzmodells für Langzeitarchivierung
  10. Langzeitarchivierung - Was kostet es, nichts zu tun? und was wird getan?
  11. Der elektronische Akt im Österreichischen Staatsarchiv
  12. Digitale Langzeitarchivierung technisch betrachtet
  13. Digitale Langzeitarchivierung im sichersten Datentresor Europas
  14. Schlußworte – Zusammenfassung und Ausblick


Langzeitarchivierung von digitalem Kulturgut und Digitale Bibliotheken: Entwicklungen auf europäischer Ebene

Kurzbeschreibung

Digitale Inhalte, die durch Bibliotheken, Archive und Museen zugänglich gemacht werden, sind ein wesentlicher Faktor der europäischen Wissens- und Informationsgesellschaft. Im Rahmen der Strategie „i2010 Digitale Bibliotheken“ der europäischen Kommission soll in den nächsten Jahren eine „Europäische Digitale Bibliothek“ aufgebaut werden, die als gemeinsamer Zugang zu digitalisiertem oder digital entstandenem Kulturgut fungieren soll.
Die Herausforderungen für eine verteilte Europäische Digitale Bibliothek liegen nicht nur im Erreichen einer kritischen Masse digitalisierter kultureller und wissenschaftlicher Ressourcen, sondern auch in organisatorischen Fragen und nicht zuletzt in der langfristigen Bewahrung der digitalen Inhalte. Die Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen stellt Gedächtnisinstitutionen vor signifikante technische, organisatorische und auch finanzielle Herausforderungen.
Der Beitrag diskutiert die Pläne und Initiativen zum Aufbau einer Europäischen Digitalen Bibliothek und einer gemeinsamen europäischen e-Science-Infrastruktur und geht dabei insbesondere auf Aspekte der Nachhaltigkeit und der langfristigen Bewahrung digitaler Inhalte ein. Dabei soll auch auf nationale Strategien und Initiativen in einigen EU-Mitgliedstaaten eingegangen werden.

Lebenslauf

Max Kaiser

Max Kaiser
(© privat)

Max Kaiser ist Koordinator für Forschungs- und Entwicklungsprojekte an der Österreichischen Nationalbibliothek. Nach einem Studium der Philosophie und Deutschen Philologie arbeitete er zunächst am Institut für Germanistik der Universität Wien. Seit 2000 ist er Mitarbeiter der ÖNB. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Digitale Bibliothek und langfristige Archivierung digitaler Ressourcen. U.a. ist er verantwortlich für die Integration der digitalen Services und Sammlungen der ÖNB in das Online-Portal der europäischen Nationalbibliotheken TEL (The European Library) und koordiniert die Teilnahme der ÖNB an europäischen Projekten (gegenwärtig PLANETS, EDLproject, BRICKS und DELOS).

 

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Digitale Verwaltungsinformationen: nationale Aktivitäten

Kurzbeschreibung

2006 wurde in der Arbeitsgruppe „digLA“ ein Empfehlungsdokument erarbeitet, welches im Jänner 2007 auch als Empfehlung des Gremiums BLSG (Kooperation Bund-Länder-Städte-Gemeinden) verabschiedet wurde. Es beschreibt ein einheitliches Vorgehen und einheitliche Rahmenbedingungen bei der Archivierung von digitalen Verwaltungsinformationen.
Auf Bundesebene wurde ein Konzeptionsprojekt durchgeführt, welches die Auswirkungen auf die Bundesministerien und das Österreichische Staatsarchiv untersuchte. Ergebnis dieses Konzeptionsprojektes ist eine Machbarkeitsstudie, welche die wesentlichsten Säulen einer digitalen Langzeitarchivierung untersucht.

Lebenslauf

Roland Ledinger

Roland Ledinger
(© privat)

Nach der Tätigkeit in der EDV-Abteilung des Österreichischen Verkehrsbüros wechselte Roland Ledinger im Jahre 1987 in das Bundeskanzleramt, Abteilung ADV-Koordination. Bereits zu diesem Zeitpunkt beschäftigte er sich mit Kanzleiinformationssystemen und den Anfängen von ELAK-Anwendungsbereichen. Mit der Einrichtung eines eigenen Bundesministeriums für Gesundheit und Konsumentenschutz im Jahre 1989 wurde er mit der Leitung des ADV-Bereiches dieses Ressorts betraut. Ab 1995 war er für die IT-Rechenzentren des Bundeskanzleramtes verantwortlich. Seit September 2001 ist er mit der Projektleitung des Projektes „ELAK im Bund“ betraut. In der Zeit von Dezember 2002 bis August 2005 war er Leiter der Abteilung I/9 IKT-Zentrums des Bundeskanzleramt und für die Bereiche Informationstechnologie und Telekommunikation zuständig. Im Herbst 2004 wurde die Plattform OSS im Bundeskanzleramt unter seinem Vorsitz eingerichtet. Seit September 2005 ist er Leiter des Bereiches IKT-Strategie des Bundes im Bundeskanzleramt sowie Geschäftsführer der Plattform Digitales Österreich.

 

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Digital Archiving: Visions for the Future - Tempered by past experience

Kurzbeschreibung

Digitial archiving faces a number of difficult questions: What to save? How to save it? What format to save it in? Where to save it? What to save it on? Who should have access to it? When should they have access? ... What can they do with it?
Digital archiving has a number of advantages over archiving of things, since bits are easily reproduced without degradation of the original. This makes the digital object easy to replicate, distribute, and automatically process - or does it? A number of examples ranging from simple e-mail, to documents, to medical images will be examined for some examples of successes and failures.
Media will continue to evolve, so this means that digital archiving - unlike paper archiving is not simply a file and forget it matter. Fortunately media densities continue to evolve, but so does the demand for information to archive - such as the emerging lifelog/lifeblog leading to the cloning of not only the physical individual but all of their past experiences.

Lebenslauf

Dr. Gerald Q. Maguire Jr.

Dr. Gerald Q. Maguire Jr.
(© privat)

Dr. Gerald Q. Maguire Jr. studierte Physik an der Indiana University of Pennsylvania und Computerwissenschaften an der University of Utah. Nach Lehr- und Forschungsaufenthalten u.a. an der Columbia University und der Technischen Universität Graz ist er seit 1994 Professor an der Königlich Technischen Hochschule (KTH), Stockholm, Schweden.
Seine Forschungsinteressen gelten mobilen Computer- und Kommunikationssystemen, Internetanwendungen, Computernetzwerken sowie Anwendungsmöglichkeiten von implantierbaren Computer-Gehirn-Schnittstellen. Neben dem Design von am Körper tragbaren Computern ("Wearables") entwickelt er langfristige Szenarien für die Verbindung von Computersystemen mit dem menschlichen Gehirn.

 

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Archivierungssysteme und Vertrauenswürdigkeit

Kurzbeschreibung

Archivierungssysteme: Ausgehend von Voruntersuchungen an der Universität der Bundeswehr in München beleuchtet der Vortrag zunächst aktuell verfügbare Archivierungssysteme entlang eines definierten Kriterienkataloges. Dabei wird schnell deutlich, dass unterschiedliche Anforderungsprofile solcher Systeme sowie unterschiedliche Ausprägungen wichtiger Erhaltungsmerkmale vorliegen.
Trusted Repositories und Eigenschaften während der Migration: Wichtige Merkmale sind beispielsweise Vertrauenswürdigkeit, Authentizität und Vollständigkeit der gespeicherten Informationen. Der Vortrag schließt mit einer kurzen Vorstellung eines aktuellen Forschungsprojekts, bei dem diese Merkmalsgarantien über einen langen Archivierungszeitraum hinweg gegeben werden müssen.

Lebenslauf

Uwe M. Borghoff

Uwe M. Borghoff
(© privat)

Uwe M. Borghoff holds Diploma and Doctoral degrees in Computer Science from the Technische Universität München, Munich, Germany. In 1993, he was awarded the postdoctoral university lecturing qualification (Habilitation) in Computer Science.
He worked at the Technische Universität München for seven years as research scientist before joining the Xerox Research Centre Europe (formerly Rank Xerox Research Centre) at the Grenoble Laboratory, France, in 1994. At Xerox, he was Senior Scientist, project leader, and group leader of the coordination technology area. In 1998, he joined the Faculty of the Universität der Bundeswehr München, Munich, Germany, where he is a full professor of Computer Science at the Institute for Software Technology. Between 2002 and 2004 he was Dean of the faculty of Computer Science. Since 2004, he is Vice-President of the University. He research focuses on Computer-Supported Cooperative Work and Digital Long-Term Archiving.

 

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Preserving born-digital public records at The National Archives (UK)

Kurzbeschreibung

This presentation will describe the experiences of The National Archives in the UK in developing systems and processes for managing born-digital public records in our custody. It will address the development of these capabilities, form our first service to archive datasets in 1996, through to our current Seamless Flow programme, which will provide en-to-end services to transferring, preserving, and making available our records to users.
The presentation will also describe TNA’s involvement in national and international collaboration, future developments, and some of the lessons learned from our experiences.

Lebenslauf

Adrian Brown

Adrian Brown
(© privat)

Adrian Brown is Head of Digital Preservation at The National Archives in the UK, where he is responsible for the long-term preservation of born-digital public records created by the UK government and courts, and for the delivery of a range of programmes to support this. These include the TNA Digital Archive, the TNA Web Archiving Programme and PRONOM, the TNA’s technical registry and technology watch service.
technical registry and technology watch service.
Adrian began his career as a field archaeologist, after studying Medieval Literature at the University of Durham. In 1994, he moved to the English Heritage Centre for Archaeology in Portsmouth, where he was responsible for managing its archaeological archives and other information resources. In this role, he developed and implemented a digital archiving programme to enable the long-term preservation and re-use of the CfA’s extensive and diverse digital collections. Adrian moved to the Digital Preservation Department of the UK National Archives in 2002. Amongst his other roles, he is a member of the management boards of the Digital Preservation Coalition and the UK Web Archiving Consortium, and sits on a number of international standards committees. He has lectured and published widely on all aspects of digital preservation.

 

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Das deutsche Projekt kopal - Kooperativer Aufbau eines Langzeitarchivs digitaler Informationen

Kurzbeschreibung

Im deutschen Projekt kopal wird von 2004 bis 2007 ein Langzeitarchiv für digitale Objekte aufgebaut, das sich streng an das OAIS-Referenzmodell anlehnt. Ziele dabei sind, ein kooperativ genutztes System zu schaffen und nachnutzbare Technologien zu entwickeln.

Die Deutsche Nationalbibliothek hat dazu zusammen mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek, der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen und IBM Deutschland aufbauend auf kommerzieller Standardsoftware, IBM-Individualsoftware und Open-Source-Entwicklungen eine flexible Lösung entworfen. Kern ist die Verwaltung von Metadaten zur Langzeitarchivierung als Basis für systematische Formatmigrationen. Weitere Informationen, Spezifikationen und die Open-Source-Software-Komponenten (die Softwarebibliothek koLibRI) sind bei http://kopal.langzeitarchiverung.de/ verfügbar.

Lebenslauf:

Tobias Steinke

Tobias Steinke
(© privat)

Tobias Steinke hat 1999 seinen Diplom-Abschluss der Informatik an der Technischen Universität Darmstadt erhalten und war danach bei einem Softwarehaus als Entwickler tätig. Seit 2003 ist er bei der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt als wissenschaftlicher Mitarbeiter für alle Themen der Langzeitarchivierung digitaler Publikationen zuständig und in verschiedenen Standardisierungsgremien vertreten. Im Projekt kopal ist er der Projektleiter der Deutschen Nationalbibliothek.

 

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Die digitale Zukunft im Österreichischen Staatsarchiv

Kurzbeschreibung

Die "Digitale Langzeitarchivierung" ist wohl eine der größten Veränderungen im Archivwesen allgemein seit dessen Beginn in der Antike.
Das Österreichische Staatsarchiv im speziellen stellt dabei Weichen, die weit über das 21.Jahrhundert funktionieren und zu neuen Wegen der Benutzung dieser Einrichtung führen werden. Das Referat wird rückblickend die Arbeit des Archivs bis heute darstellen, den Weg von den alten zu den neuen Medien aufzeigen und versuchen konstruktive Gedanken für die Zukunft zu formulieren.

Lebenslauf

Hon.-Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky
Geboren 1945 in Wien. Studium der Geschichte und Archäologie an der Universität Wien. Promotion 1969. Absolvierung des Kurses am Institut für österreichische Geschichtsforschung, Staatsprüfung 1968. Eintritt in das Österreichische Staatsarchiv 1969. Abteilungen Finanz- und Hofkammerarchiv, Allgemeines Verwaltungsarchiv, dort 1991 Direktor. Seit 1.Juli 1994 Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs. 1995 Präsident des Internationalen Archivrates. 1993 Hon.-Prof. für Neuere Geschichte Österreichs an der Universität Wien. Zahlreiche Publikationen zu Archivwissenschaft und Geschichte in in- und ausländischen Medien.

 

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Langzeitarchivierung elektronischer Dokumente – eine neue Herausforderung für Nationalbibliotheken

Kurzbeschreibung

Seit etwa drei Jahren steht das Thema Langzeitarchivierung elektronischer Publikationen mit im Zentrum der strategischen Zielsetzungen der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) im Bereich „Digitale Bibliothek“. Die Notwendigkeit und Dringlichkeit dieses neuen, komplexen Aufgabenbereiches ergibt sich aus der Tatsache, dass immer mehr Publikationen in Österreich nicht mehr auf konventionellen Datenträgern, sonder ausschließlich in elektronischer Form erscheinen. Als zentrale Archivbibliothek des Landes muss die ÖNB daher diese Medien sammeln und ihrer Verfügbarkeit für künftige Generationen garantieren. Seit der Mediengesetznovelle 2000 werden über die Druckschriften hinaus auch elektronische Publikationen auf festen Datenträgern (Offline-Publikationen) als Pflichtexemplare an die ÖNB abgeliefert. Eine entsprechende gesetzliche Regelung für den immer wichtiger werdenden Online-Bereich fehlt bislang, ist aber in Vorbereitung.

Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über den Stand der Langzeitarchivierung an der ÖNB und die wichtigsten internationalen Projekte, in die die ÖNB eingebunden ist.

Lebenslauf

GD Dr. Johanna Rachinger

GD Dr. Johanna Rachinger (© privat)

GD Dr. Johanna Rachinger
Geboren 1960 in Putzleinsdorf / Oberösterreich
Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien
Studienabschluss 1986 mit dem Doktorat

1987 bis 1988 Lektorin beim Wiener Frauenverlag
1988 bis 1992 Leiterin der Buchberatungsstelle beim Österreichischen Bibliothekswerk
1992 bis 1995 Programmleiterin beim Verlag Ueberreuter
(seit 1994 Prokuristin)
1995 bis 2001 Geschäftsführerin des Verlags Ueberreuter
Seit Juni 2001 Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek

  • Wiener Frauenpreis 2003
  • Stellvertretende Vorsitzende des Österreichischen Wissenschaftsrates
  • Aufsichtsrätin der DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung
  • Mitglied des Senats der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
 

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Open Archival Information System (OAIS) - Vorstellung des Referenzmodells für Langzeitarchivierung

Kurzbeschreibung

Im Rahmen dieses Vortrags wird das als ISO standard verabschiedetes OAIS Referenzmodell für Digitale Langzeitarchive vorgestellt. Dabei werden insbesonders dessen Struktur, Terminologie und Kernfunktionen vorgestellt, sowie Hinweise auf deren Umsetzung bzw. Entsprechungen in der Praxis gegeben. Dies ist insofern von Bedeutung, als das Referenzmodell nur als Konzept, jedoch nicht als unmittelbare Anleitung für eine direkte Umsetzung in ein reales System gesehen werden kann.

Lebenslauf

Dr. Andreas Rauber

Dr. Andreas Rauber (© privat)

Dr. Andreas Rauber ist außerordentlicher Professor am Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme der TU Wien. Er ist weiters Leiter der iSpaces Arbeitsgruppe am Electronic Commerce Kompetenzzentrum EC3.
2000 erhielt er sein Doktorat für Informatik von der TU Wien. 2001 arbeitete er als ERCIM Research Fellow am National Research Council (CNR) in Pisa, Italien, gefolgt von einem Forschungsaufenthalt bei INRIA in Prais, Frankreich, 2002. Er ist Mitglied der Association for Computing Machinery (ACM), dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), der Österreichischen Gesellschaft für Artificial Intelligence (ÖGAI), sowie Vorstands-Mitglied des IEEE Technical Committee on Digital Libraries (TCDL), un dCo-Leiter des Arbeitskreises zum thema Digitale Langzeitarchivierung der österreichischen Computergesellschaft OCG.
Seine Forschungsarbeiten umfassen den grossen Bereich Digitaler Bibliotheken, insbesondere das Suche in sowie das Navigieren durch große Informationsräume (Datenanalyse, Information Retrieval und Informationsvisualisierung) sowie die Langzeitarchivierung digitaler Objekte.

 

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Langzeitarchivierung - Was kostet es, nichts zu tun? und was wird getan?

Kurzbeschreibung

Zuerst wird eine grobe Schätzung über den minimalen Verlust pro Jahr von verlorenen digitalen Inhalten dargestellt. Dann werden Rahmenbedingungen, Ziele, und Status der Projekte PLANETS, CASPAR, und DPE aus dem 6. EU Rahmenprogramm präsentiert.

Lebenslauf

Ross King

Ross King (© privat)

Ross King studierte an der Stanford Universität und hat sein
Doktorat im Bereich Hochenergiephysik. 1995 kam er nach Wien
und arbeitete einige Jahren an der Österreichische Akademie der
Wissenschaften. Danach wechselte er zum IT-Sektor und 2002 war
er der erste Mitarbeiter bei dem ARC Research Studio Digital
Memory Engineering. Inzwischen besteht die Gruppe aus 15
Forschern und Dr. King ist operativer Leiter. Seine
Forschungsinteressen liegen hauptsächlich in der Verwaltung
und Abfragen von multimedialen Inhalten. Im Bereich Digitale-
Langzeitarchivierung ist er der Sub-projekt-Leiter und
Mitglied des wissenschaftliches Beirats des EU IST
"Integrated Project" PLANETS.

 

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Der elektronische Akt im Österreichischen Staatsarchiv

Kurzbeschreibung

Die Archivierung elektronischer Akten stellt das Österreichische Staatsarchiv vor neue Herausforderungen. In der Präsentation werden die fachlichen Aspekte und organisatorischen Prozesse im Zusammenhang mit der Machbarkeitsstudie dargestellt. Die mögliche Aufgabenverteilung zwischen dem Bundeskanzleramt, Infrastruktur St. Johann und dem Österreichischen Staatsarchiv wird angesprochen. Auch soll ein organisatorisches Modell entworfen werden, in welcher Form das Österreichische Staatsarchiv die Langzeitarchivierung für andere kommunale oder private Archive anbieten und übernehmen kann.

Lebenslauf

Manfred Fink

Manfred Fink
(© privat)

Manfred Fink, geboren 1955 in St. Pölten, Studium der Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien. Seit 1980 in verschiedenen Abteilungen des Österreichischen Staatsarchivs tätig (Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Allgemeines Verwaltungsarchiv, Kriegsarchiv). 1983 mit dem Aufbau des Archivs der Republik als zeitgeschichtliche Abteilung im Österreichischen Staatsarchiv beauftragt. 1985 bis 1994 Leitung und Koordination der EDV-Projekte im Österreichischen Staatsarchiv. 1989 Direktor des Archivs der Republik. Bis 2000 ständiges Mitglied im Archivamt. 2003 Stv. Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs. Veröffentlichungen und Vorträge zum Thema "Massenschriftgutverwaltung" und "Digitalisierung" in Archiven.

 

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Digitale Langzeitarchivierung technisch betrachtet

Kurzbeschreibung

Neben den organisatorischen Aspekten der Langzeitarchivierung tritt im starken Maße auch der technische Aspekt in den Vordergrund.
Diese Präsentation zeigt die technischen Ergebnisse, welche aus dem Arbeitskreis „digitale Langzeitarchivierung“ und dem Konzeptionsprojekt digLAimBUND erarbeitet wurden.

Lebenslauf

Michael Freitter

DI Michael Freitter
(© privat)

DI Michael Freitter, geboren 1966 in Wien, studierte Informatik an der Technischen Universität in Wien. Seit 1995 ist er im Bundesbereich tätig, seit 2001 im Bundeskanzleramt als IT-Organisator und Projektleiter. Neben dieser Tätigkeit lies er sich zum zertifizierten Projektmanager und zum Prozessassessor ausbilden. Zuletzt leitete er den österreichweiten Arbeitskreis für „digitale Langzeitarchivierung von Verwaltungsinformationen“ (Bund – Länder – Städte und Gemeinden). Danach leitete er das Projekt „Digitale Langzeitarchivierung in Bund – digLAimBUND“.

 

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Digitale Langzeitarchivierung im sichersten Datentresor Europas

Kurzbeschreibung

In dieser Präsentation wird die künftige Lokation für die digitale Langzeitarchivierung von Verwaltungsinformationen, die vorhandene Infrastruktur und die Standortvorteile dargestellt. Ein Zukunftsszenario für den Betrieb eines Archivierungssystemes der österreichischen Verwaltung sowie ein schematischer Lösungsansatz für eine entsprechende Topologie werden skizziert.

Lebenslauf

HR Christian Schlegl

HR Christian Schlegl (© privat)

HR Christian Schlegl ist Leiter der Organisationseinheit „Technische Infrastruktur St.Johann“ in der Abteilung IT-Infrastruktur im Bundeskanzleramt.
Geboren am 4. April 1949 in Burgau / Stmk. Nach der Matura am BRG an der Theresianischen Militärakademie im Jahr 1972 war er bis 1981 als Programmierer und Systemprogrammierer im Bundesministerium für Finanzen tätig. 1981 wurde er mit der Leitung des ZAS (Zentrales Ausweichrechenzentrum des Bundes) im Bundeskanzleramt, mit Sitz in St. Johann/Pg., betraut. HR Schlegl ist auch verantwortlich für die Betriebsführung des RZ St.Johann für die Applikationen des Bundeskanzleramtssystem (z.B.: Rechtsinformationssystem – RIS, elektronischer Rechtserzeugungsprozess e-Recht sowie sämtlicher Intranet- und Internetangebote).

 

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Schlußworte – Zusammenfassung und Ausblick

Kurzbeschreibung

Am Ende einer informativen und interessanten Veranstaltung wird Resümee gezogen: Die Kernaussagen aus den unterschiedlichen Beiträgen werden aufgegriffen, um die Vielschichtigkeit, Komplexität und Bandbreite dieses Themas zusammen zufassen. Das Symposium endet damit, den Blick in die Zukunft zu richten: Um die digitale Langzeitarchivierung von Verwaltungsinformationen in Österreich zu realisieren, braucht es eine Vision und die darauf aufbauend strategische Ansätze.

Lebenslauf

Manfred Matzka wurde 1950 in Waidhofen/Thaya geboren.
Studium der Rechtswissenschaften in Wien mit Promotion zum Dr.jur. 1975.

Ab 1972 berufliche Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Römisches Recht, ab 1975 als Assistent am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht.
1980 – 1987 Verfassungsdienst im Bundeskanzleramt, zuständig insbesondere für Verfassungsrecht, Verwaltungsorganisation, Menschenrechte, Datenschutz; zuletzt Referatsleiter.
1987 – 1989 Referent im Büro des Bundesministeriums für Gesundheit und öffentlicher Dienst.
1989 Kabinettchef des Bundesministers für Inneres.
1993 Leiter der Sektion für Fremden-, Asyl-, Pass-, Staatsbürgerschafts- und Migrationswesen, Koordinator der Schengen-und EU-Angelegenheiten des Ressorts. Führende Funktionen in facheinschlägigen Leitungsgremien der Schengen- und EU-Institutionen.
1999 Bestellung zum Leiter der Sektion I (Präsidium) des Bundeskanzleramtes.

Langjährig Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Kontrollfunktionen in ausgegliederten Bundeseinrichtungen. Mitglied des Österreich-Konvents.

Zahlreiche juristische Publikationen, Monografien zum Datenschutzrecht, über Sozialdemokratie und Verfassung, zur Nationalratswahlordnung, zum Staatsbürgerschaftsgesetz, zur Europäischen Migrationspolitik, viele Aufsätze in juristischen und politikwissenschaftlichen Fachzeitschriften und Sammelbänden. Publizistische Tätigkeit in Zeitschriften sowie als Autor von Büchern über Istrien und Wiener Repräsentationsbauten.