Nachlese zur Konstituierung des österreichischen Wissensnetzwerkes Digitale:Langzeitarchivierung

Nach dem Symposium am 18. April dieses Jahres fand am 15. Oktober 2007 – als Folgeaktivität – die Konstituierung des österreichischen Wissensnetzwerkes Digitale:Langzeitarchivierung im Haus des Sports statt.

Knapp 100 Personen hatten sich zur Mitarbeit im Wissensnetzwerk gemeldet und erarbeiteten gemeinsam zukünftige Schwerpunkte. In der Begrüßung betonten die Initiatoren Bundeskanzleramt, Staatsarchiv und Nationalbibliothek die Wichtigkeit dieses Netzwerkes, um Akteure und Experten aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Museen, Verwaltungen und Wirtschaft österreichweit zusammen zu bringen.

Kooperation und Wissentransfer

SC Dr. Manfred Matzka, Präsidialchef des Bundeskanzleramtes, wies auf den Bedarf hin, vorhandenes Know-how zu bündeln und dieses kooperativ zu nutzen um Doppelgleisigkeiten auszuschalten. Ziel des Wissensnetzwerkes ist es mit drei Arbeitssitzungen (Oktober 2007, Jänner und Mai 2008) und in einer intensiven online Diskussion im WIKI WNW-DigLA einen Beitrag zur nationalen Digitalisierungsstrategie zu entwickeln

In Ableitung dieses Zieles unterstrich Hon.-Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky, Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, die Notwendigkeit für Archive gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Sowohl organisatorisch und technisch durch Umsetzung internationaler Archiv-Referenzmodelle als auch partnerschaftlich durch Kooperation. Besonders hervorgehoben wurde von Mag. Bettina Kann, Österreichische Nationalbibliothek, der Bedarf an mehr Umsetzungsprojekten und den erforderlichem Wissenstransfer. Langzeitarchivierung muss übergreifend organisiert werden, da nicht jede Institution die notwendigen Ressourcen dafür hat.

Lösungen aus Wirtschaft und Wissenschaft

Im Rahmen dieses Programmblocks präsentierte IBM die Lösung für das Staatsarchiv St. Gallen, welches eine ausgeprägte Pilotphase hatte. Siemens berichtete über die Erfahrungen aus der Umsetzung des elektronischen Urkundenarchiv für das österreichische Notariat und Rechtsanwaltschaft, welches unterschiedliche Interessen gebündelt hat. Das Department für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems unterbreitete Lösungen für das Management digitaler Sammlungen in der Forschung und zeigte die Notwendigkeit der Weiterbildung für Praktikerinnen und Praktiker.

Mit der Methode des „World Café“ wurden in der konstituierenden Sitzung die drei Themenschwerpunkte Digitalisierung, Formate und Prozesse intensiv erörtert und aufbereitet. Die Ergebnisse sind nun im BKA-WIKI dokumentiert. In diesem Arbeitsbereich wird das Wissen zur Digitalen Langzeitarchivierung gesammelt um es für Interessierte verfügbar zu machen und einen – hoffentlich sehr konstruktiven - Diskussionsprozess zu starten.

Weiterführende Links:

Nächste Arbeitssitzung:

Die 2. Arbeitssitzung findet am 30. Jänner 2008 im Österreichischen Staatsarchiv statt.