05.05.2017
Thomas Drozda: Venedig Biennale Archiv Austria ab sofort zugänglich

Beitrag zum Gedächtnis österreichischen Kunstgeschehens an der Universität für angewandte Kunst Wien

Österreich ist alle zwei Jahre mit einem Beitrag im Rahmen der Kunstbiennale in Venedig vertreten. Damit diese internationalen Kunstausstellungen auch künftig öffentlich zugänglich sind, hat das Kulturministerium die Universität für angewandte Kunst Wien mit der Betreuung, Archivierung sowie Erforschung dieser Beiträge beauftragt. "Die Biennale von Venedig gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Seit Beginn der Biennale haben viele wichtige Künstlerinnen und Künstler unseres Landes daran teilgenommen, wie etwa Maria Lassnig, Mathias Poledna, Elke Krystufek, Heimo Zobernig – um nur einige zu nennen. Dass diese Arbeiten ab sofort im Venedig Biennale Archiv Austria zugänglich sind, ist mehr als erfreulich", so Kulturminister Thomas Drozda. "Überdies leistet die Sammlung einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarmachung und Aufarbeitung österreichischer Kunstgeschichte im internationalen Kontext."

Bei den österreichischen Biennale-Beiträgen handelt es sich um Ausstellungen der Republik Österreich. Jeweils nach Ende einer Biennale wird das digitalisierte Dokumentationsmaterial an das Biennale Archiv an der Angewandten übermittelt. "Die Universität für angewandte Kunst Wien übernimmt die administrative und wissenschaftliche Betreuung sowie die Archivleitung und wird das Archiv sowohl für Publikationen als auch zu künstlerischen und wissenschaftlichen Zwecken nutzen", erläutert der Rektor für angewandte Kunst Wien, Gerald Bast, der insbesondere auf die Zurverfügungstellung einer digitalen Datenbank für Künstlerinnen und Künstler sowie Forscherinnen und Forscher hinweist: "An einer Workstation in unserem Angewandte Innovation Laboratory (AIL) können nach Klärung der jeweiligen Urheber- und Nutzungsrechte die Digitalisate und Metadaten eingesehen werden. Die Benutzung ist kostenlos, lediglich eine vorherige Anmeldung ist notwendig."

Seit der Eröffnungsbiennale im Jahr 1895 beteiligt sich Österreich regelmäßig an der in Venedig stattfindenden Kunstausstellung Biennale di Venezia. Seit 2013 liegt in Form der Publikation "Österreich und die Biennale Venedig 1895 – 2013" von Jasper Sharp und Katharina Boesch eine detaillierte Geschichte der österreichischen Teilnahme an der Biennale sowie der Geschichte des im Jahr 1934 von Josef Hoffmann erbauten Pavillons vor. "Das Forschungsteam – gefördert und beauftragt vom damaligen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur – recherchierte unter Sharps Leitung in Archiven, Bibliotheken, Sammlungen und Universitäten, kontaktierte Beteiligte, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und trug Dokumentations- und Fotomaterial zusammen. So entstand die großteils digitale Datensammlung, die die Basis für das Venedig Biennale Archiv Austria bildet. Die weitere Archivierung und Betreuung des umfangreichen Materials liegt nun in den Händen der Angewandten", schildert Bundesminister Drozda abschließend den Hintergrund des Venedig Biennale Archiv Austria.

Venedig Biennale Archiv Austria im Angewandte Innovation Laboratory (AIL), 1010 Wien, Franz-Josefs-Kai 3. Die Benutzung ist kostenfrei, jedoch eine vorherige Anmeldung per E-Mail ist notwendig.
Öffnungszeiten (exklusive Feiertage): Montag bis Freitag 12 bis 17 Uhr, Mittwoch 12 bis 20 Uhr. www.biennale-archiv.at

Historische Aufnahmen vom Österreich-Pavillon 1934 sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Mag. Kerstin Hosa, MAS
Kabinett des Bundesministers Mag. Thomas Drozda
Pressesprecherin Kunst & Kultur
Telefon: +43 1 531 15-20 21 22
Mobil: +43 664 610 63 62
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